Leider waren die vielen guten Rezensionen irreführend, weil sie nur ungenügend das Prinzip der Unterkunft zum Ausdruck bringen: Preis eines gehobenen Vier-Sterne-Hotels für eine Unterkunft nach etwas besserem Jugendherbergstandard. In allen anderen Portalen sind die Bewertungen ehrlicher. Hätten wir vor der Buchung prüfen müssen. Als Gast muss man 300 Euro Kaution hinterlegen, von der es offenbar Abzüge gibt, wenn man nicht den Auscheck-Regeln folgt: Zimmer selbst grundreinigen, Betten abziehen, Bezüge und Handtücher sowie Müll wegbringen, Geschirr abwaschen. Sogar Toilettenpapier hat man während des Aufenthalts nach der ersten bereitgestellten mickrigen Billigrolle selbst zu besorgen. Dazu fehlt in der Dusche ein Vorhang, so dass jedes Mal das ganze Bad geflutet wird. Die Fugen ziert Schimmel. Check-out ist bis 10 Uhr. Die Terrasse ist ein kleiner Holzverschlag am Parkplatz. Und der wiederum ist zu klein für die Autos aller Gäste. Früher gab es offenbar nicht mal die Spülmaschinentabs und die streng rationierten Spülmitteltütchen. Zimmer sind hellhörig, was besondere Freude macht, wenn am großen Bettenwechsel-Samstag das Personal ab acht Uhr morgens laustark wie ein Abrisskommando durch die Flure pflügt. Kurz: Es ist schwer vorstellbar, dass nochmal bucht, wer einmal da war.